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Wie Wales mich zur erfolgreichsten olympischen Seglerin der Geschichte machte

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Von Rolf Meier Reisen

In diesem Artikel

Wales ist ein Land, das wie geschaffen ist für Outdoor-Abenteuer – mit rauen Küsten, weiten Stränden und beeindruckenden Nationalparks. Doch für eine der erfolgreichsten Seglerinnen der Welt ist es weit mehr als nur eine spektakuläre Landschaft: Es ist der Ort, an dem alles begann.

Die dreifache Olympiamedaillengewinnerin Hannah Mills sammelte ihre ersten Erfahrungen auf walisischen Seen und entlang der Küste. Im Gespräch erzählt sie, welche Orte sie geprägt haben, warum Wales ein idealer Ort ist, um Segeln zu lernen, und weshalb sie immer wieder gern dorthin zurückkehrt.

Wie hat alles angefangen?

Als ich mit acht Jahren zum ersten Mal in ein kleines Beiboot nahe Cardiff stieg, dachte ich einfach nur, dass es Spass machen würde. Was damals als Freizeitaktivität begann, entwickelte sich zu einer aussergewöhnlichen Karriere: einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London, Gold in Rio 2016 und noch einmal Gold bei den Spielen in Tokio 2020.

 Wie Wales mich zur erfolgreichsten olympischen Seglerin der Geschichte machte

Wo hast du deine ersten Segelerfahrungen gesammelt?

Meine ersten Erfahrungen sammelte ich auf dem Llanishen Reservoir ausserhalb von Cardiff. Dort segelte ich in kleinen Plastikbooten und verbrachte jede freie Minute – nach der Schule und an den Wochenenden – auf dem Wasser mit meinen Freunden. Genau dort begann ich auch mit den ersten Wettkämpfen.

Welche Orte in Wales haben dich als junge Seglerin besonders geprägt?

Ein wichtiger Teil meiner frühen Trainingszeit fand am Llyn Tegid statt. Für ein Binnengewässer ist der See beeindruckend gross – besonders, wenn man in einem kleinen Boot unterwegs ist. Die Anlagen sind gut organisiert und bieten ideale Bedingungen zum Lernen. Viele von uns verbrachten hier Wochenendkurse, aber auch für Familien ist der Ort perfekt, um einen Tag in der Natur zu geniessen und die Landschaft von Eryri (Snowdonia) zu erleben.

Und wie unterscheidet sich Segeln auf dem Meer?

Oft segelte ich in Mumbles bei Swansea. Das war eine ganz andere Erfahrung: Dort bestimmen starke Gezeiten das Segeln, sodass man ständig in Bewegung ist. Gerade in einem kleinen Dinghy sorgt das für zusätzliche Spannung. Ausserdem liegt die wunderschöne Halbinsel Gower ganz in der Nähe, sodass man Segeln gut mit anderen Outdoor-Aktivitäten verbinden kann.

Wo hast du die meiste Zeit deiner Jugend auf dem Wasser verbracht?

Den grössten Teil meiner Jugend bis zu meinem 18. Lebensjahr verbrachte ich jedoch auf der Llŷn-Halbinsel. Ich habe es dort geliebt. Auf dem offenen Meer rollen oft grosse Wellen an – unglaublich aufregend, wenn man in einem kleinen Boot sitzt. Viele Wettbewerbe fanden direkt vor den Stränden statt, mit Seglern aus ganz Grossbritannien. Und während man auf dem Wasser ist, sieht man die beeindruckende Berglandschaft am Horizont – eine Kulisse, die man nie vergisst.

Wie Wales mich zur erfolgreichsten olympischen Seglerin der Geschichte machte

Wie hat sich dein Blick auf Wales im Laufe der Jahre verändert?

Als ich jünger war, habe ich Wales ehrlich gesagt nicht immer richtig geschätzt. Heute trainiere ich meistens an der Südküste Englands oder im Ausland. Doch wenn ich zurückkomme, um zu coachen, wird mir jedes Mal bewusst, was für ein besonderer Ort Wales ist.

Was macht Segeln für dich so besonders?

Segeln ist ein einzigartiger Sport. Man ist auf dem Wasser, frei von allem an Land, und erlebt Wind und Natur auf eine ganz besondere Weise.

Wie hat sich der Segelsport in Wales verändert?

Was mir heute besonders auffällt, ist, wie sehr sich der Segelsport in Wales entwickelt hat. Früher gab es in Cardiff Bay kaum Segelaktivitäten. Heute sind dort an vielen Wochenenden 50 bis 100 Kinder auf dem Wasser. Die Bucht ist ein fantastischer Ort zum Segeln.

Gibt es ein Segelerlebnis in Wales, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Im September 2012 durfte ich dort mit Team Wales bei den Extreme-40-Meisterschaften segeln. Cardiff Bay wirkt wie ein natürliches Amphitheater. Mit diesen schnellen Katamaranen in der geschützten Bucht zu racen, während das heimische Publikum anfeuert, war ein unglaubliches Gefühl – fast wie bei den Olympischen Spielen.

Was wünschst du dir für die Zukunft des Segelsports in Wales?

Für mich ist es eine besonders spannende Zeit für den Segelsport in Wales. Ich hoffe sehr, dass meine olympischen Erfolge und spektakuläre Events wie die Extreme-40-Rennen mehr Menschen dazu inspirieren, selbst aufs Wasser zu gehen.

Was macht Wales zu einem idealen Ort für Segelanfänger?

Wales ist ein besonderer Ort zum Segeln lernen. Reviere wie der Solent sind zwar grossartig, doch durch die vielen Boote kann es dort für Anfänger schnell einschüchternd wirken. In Wales gibt es dagegen viele Gewässer, die ideale Bedingungen bieten: weniger Verkehr auf dem Wasser, eine entspannte und freundliche Atmosphäre – und natürlich eine atemberaubende Landschaft.

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